Jahresrückblick 2014

Jahresrückblick 2014

Gepostet von am Dez 31, 2014 in Allgemein | Keine Kommentare

Zum Abschluss des Jahres gibt es natürlich auch wieder einen Jahresrückblick. In diesem Jahr soll es aber keine reine Linksammlung mit Blick durch die rosarote Brille geben wie im letzten Jahr. Ich (es gibt nämlich derzeit leider nur mich in der Online-Redaktion von St. Josef) möchte auch den (Rück-)Blick auf die schwierigeren Themen lenken, die hier vielleicht teilweise etwas zu kurz gekommen sind, aber die Pfarre (teilweise existenziell) betreffen.

Natürlich haben wir im Laufe des Jahres sehr viel Positives erlebt, über das auf unserer Internetseite auch berichtet wurde und das man nochmals in Erinnerung rufen sollte. So erlebten wir direkt am Anfang des Jahres eine Sternsingeraktion mit einem neuen Rekordergebnis. Viele erinnern sich bestimmt noch gerne an Frühschichten, Kids und Teens Bibelnachmittag in Oberzier, Osternacht in Niederzier, Erstkommunion und Firmung in unserer Pfarre, Fronleichnam in Ellen, Erntedank in Niederzier oder die verschiedenen Wallfahrten, um nur einige Beispiele zu nennen. Das Jahr endete dann mit einem grandiosen Konzert unserer Chöre in der Pfarrkirche. Ein absoluter Höhepunkt des Jahres war aber bestimmt das 150-jährige Pfarrjubiläum mit einer überarbeiteten Neuauflage der Pfarrchronik, einem Festgottesdienst mit Pfarrer Josef Frohn und natürlich dem Pfarrfest am 14./15. Juni hinter der Kirche. Letzteres ist so gut angekommen, dass es auch in 2015 am Geburtstag der Pfarre, nämlich dem 14. Juni, wieder ein Pfarrfest hinter der Kirche geben wird.

Zu den schwierigen Themen oder Herausforderungen, denen sich der Pfarreirat verstärkt annehmen möchte, gehören die „Nachwuchssorgen“. Der allgemeine Trend des sinkenden Interesses vor allem jüngerer Leute (Eltern, junge Erwachsene, Jugendliche und dadurch auch Kinder) am kirchlichen Leben ist bei uns besonders offensichtlich. Da kommt erschwerend hinzu, dass es in St. Josef seit langem gar keine kirchliche Kinder- und Jugendarbeit mehr gibt, auf die man aufbauen könnte. Damit fehlen aber auch die notwendigen Ehrenamtler. Der Pfarreirat engagiert sich deshalb zunächst bei den gemeinsamen Aktivitäten der fünf Pfarren. Im Bereich der Jugendarbeit sind wir da leider noch nicht sehr weit gekommen. Die Kleinkindergottesdienste sind aber sehr gut angelaufen. Vielleicht erwächst ja hieraus mehr. Wir brauchen da eben einen langen Atem.

Das nächste schwierige Thema ist die mögliche Fusion der Niederzierer Pfarren. Hier mussten alle Gremien im Herbst eine Stellungnahme abgeben. Leider wurde hierzu bisher nicht berichtet. Ich stelle auch die Frage in den Raum, ob mit den Betroffenen, nämlich allen Pfarrangehörigen, ausreichend über dieses Thema gesprochen wurde. Wir haben uns auf ein gemeinsames Schreiben aller Pfarreiräte und Kirchenvorstände geeinigt, von dem große Teile einem Entwurf unseres Pfarreirates entstammen. In dem Schreiben wird auf das immer weiter fortschreitende Zusammenwachsen der fünf Pfarren, aber auch die besondere Identifikation der Gemeindemitglieder mit der jeweiligen Pfarre vor Ort eingegangen. In letzter Konsequenz wird von einer Fusion zum jetzigen Zeitpunkt abgeraten. Was die Zukunft bringt, werden wir sehen. Auf jeden Fall habe ich auf Grund von vielen Gesprächen mit Pfarreiräten aus fusionierten Pfarren den Eindruck, dass wir in unseren fünf Pfarren schon viel mehr gemeinsames Pfarrleben haben als viele tatsächlich fusionierte Pfarren. Wir sollten also optimistisch in die Zukunft gehen und diese aktiv gestalten. Das Hauptproblem wird vermutlich wieder das Geld sein.

Beim Geld sind wir dann beim letzten Thema, das ich hier ansprechen möchte. Das Stichwort lautet KIM (Kirchliches Immobilienmanagement, Infos hier>>). Kurz zusammengefasst: für ein Drittel der Gebäude fallen die Zuschüsse des Bistums zum Unterhalt weg. Die Umsetzung steht kurz bevor und hat die Gremien deshalb in diesem Jahr beschäftigt. Natürlich möchte keiner eine Kirche schließen, wie wir das in letzter Zeit in anderen Pfarren beobachten mussten. Ob es aber wirklich ganz ohne geht, werden wir sehen. Und die notwendigen Sanierungsarbeiten an unserer Kirche, wie in diesem Jahr die dringend notwendige Erneuerung der Heizung, die auch schon nicht einfach aus der Portokasse bezahlt werden konnte, machen die Sache auch nicht leichter. Hier sind kreative Lösungen gefragt, an denen vor allem unser Kirchenvorstand arbeitet. Was man so hört, stimmt eher optimistisch. Als Arbeitshilfe haben sich im Herbst auch die Pfarreiräte einen ganzen Tag mit der Frage beschäftigt, was wir für unser Gemeindeleben brauchen.

Wie man sieht, gab es in diesem Jahr nicht nur unser Pfarrjubiläum, das uns an die Geschichte unserer Pfarre erinnerte, sondern auch schwierige Themen, die die Zukunft unserer Pfarre betreffen, auch wenn ich an dieser Stelle vor allem die Themen angesprochen habe, über die noch nicht so ausführlich berichtet wurde. Es gibt aber zum Glück Menschen, die sich den Herausforderungen stellen und das Pfarrleben mitgestalten, sei es in den Pfarrgremien, kirchlichen Vereinen und Vereinigungen oder einfach „nur“ als (aktive) Pfarrangehörige. Daher gilt allen ein riesen Dank, die in diesem Jahr am Pfarrleben teilgenommen und bei den vielen Veranstaltungen und im täglichen Pfarrleben mitgeholfen haben.

Danke !!!

 

Zu Neujahr blickt man oft zurück
auf glückliche Momente und Tage voller Heiterkeit.
Wir wünschen allen Lesern auch im neuen Jahr viel Glück,
Gesundheit, Liebe und Freude zu aller Zeit.

 

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